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Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme
Lesen Sie auch hier:
"Rechtsextremen in Kitas keine Chance geben! - GEW unterstützt Schwesig und fordert Fortbildungen für Erzieherinnen", Pressemeldung der GEW, Landesverband M-V, 26.07.2010 und Presseübersicht
Öffentliche Anhörung zur Bildungskonzeption Sachverständigen- und Fragenkatalog
Bildungskonzeption für 0- bis 10-jährige Kinder in M-V auf den Seiten des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Bernhard Eibeck, GEW-Referent im Bereich "Jugendhilfe und Sozialarbeit" beim Hauptvorstand, zum Modellprogramm "Mehr Männer in Kitas"
Warum das Modellprogramm des Bundes mehr Nebenwirkungen als Perspektiven hat.
auf den Seiten von www.kita-live-mv.de.
Das BMFSFJ startet langfristig angelegte Maßnahmen, um mehr Männer für die Arbeit in Kitas zu gewinnen. Fachlich begleitet wird dieses Vorhaben von der dafür eingerichteten Koordinationsstelle "Männer in Kitas":
Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin
Köpenicker Allee 39 - 57
10318 Berlin
Tel.: 030- 50 10 10 934
Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.koordination-maennerinkitas.de und von der ESF-Regiestelle (z.B. Förderrichtlinien, Förderleitfaden)
KiföG M-V Lesefassung vom 08.07.2010
Weitere Informationen, u.a. die wichtigsten Veränderungen laut Beschlussempfehlung vom 30.06.2010, finden Sie hier.
Weitere Informationen zu "Vielfalt für die Kleinsten" (vormals: "Alternativen zum Krippenausbau denken") gibt es unter: www.alternativenzumkrippen ausbaudenken.de.
Lesen Sie auch hier: Schwerin bietet künftig Familienbildung an, Stadt ist Modellkommune im Programm "Vielfalt für die Kleinsten"
Lesen Sie hier mehr zur Bildungskonzeption.
Weiterführende Informationen zum Thema finden Sie unter:
Informationen zur Novellierung des KiföG M-V finden Sie hier.
Aktuelles
Sozialministerin Schwesig: Länderreport 2010 zu Kita-Personal bestätigt Landespolitik
In der Studie der Bertelsmannstiftung wurde u.a. festgestellt, dass in Ostdeutschland fast 90 Prozent (in Mecklenburg-Vorpommern 88,6 Prozent) der pädagogischen Fachkräfte ausgebildete Erzieherinnen sind. "Wir setzen auf das Fachkräftegebot in unseren Einrichtungen, weil wir wissen, dass die hervorragende Ausbildung des Personals in unseren Kitas der Grundstock für eine hohe Qualität der frühkindlichen Bildung ist", sagte Schwesig. Mit dem neuen KiföG MV haben wir erste Schritte unternommen, die Fachkraft-Kind-Relation durch Verdoppelung der Vor- und Nachbereitungszeit sowie die Absenkung des Betreuungsschlüssels von 1:18 auf 1:17 zu verbessern. Außerdem wurde die rechtliche Grundlage für die Ausbildungsplatzplanung geschaffen", sagte Schwesig weiter. "Sobald wir finanzielle Spielräume haben, sollte die Fachkraft-Kind-Relation weiter verbessert werden."
Quelle: Ministerium für Soziales und Gesundheit, PM Nr. 116 - 09.08.2010
"Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme 2010" der Bertelsmann Stiftung veröffentlicht
Aus den aktuellen Daten des Ländermonitors Frühkindliche Bildungssysteme 2010 der Bertelsmann Stiftung geht u.a. hervor, dass immer mehr Kinder im Alter von ein und zwei Jahren die Angebote von Kitas und Tagespflege in Deutschland nutzen. Der bislang jährlich herausgegebene Report zeigt erstmalig auch die Höhe der Investitionen in frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung der einzelnen Bundesländer auf, die demnach höchst unterschiedlich ausfallen. Insgesamt gewinnt die Frühkindliche Bildung aber an Stellenwert in Deutschland, befindet die Stiftung.
Die ganze Meldung sowie Länderberichte und Grafiken finden Sie hier.
Quelle: Pressemeldung Bertelsmann Stiftung, Gütersloh 28.6.2010
Keine Chance für Rechtsextreme zur Betreibung von Kitas durch Demokratie-Erklärung
Sozialministerin Manuela Schwesig will die Kinder in Mecklenburg-Vorpommern vor rechtsextremen Einflüssen in Kindertagesstätten schützen. Träger von Einrichtungen müssen ab dem 1. August 2010 eine Erklärung abgeben, dass sie und ihre Mitarbeiter auf dem Boden der Verfassung stehen. "Wer sich nicht zweifelsfrei zum Grundgesetz bekennt, der darf keine Kita übernehmen", so Schwesig. Es habe bereits Versuche von Rechtsextremen gegeben, die jedoch abgewendet wurden.
Der Erlass gilt für alle Neuanträge, nicht für die bestehenden rund 1.100 Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern. Anlassbezogen - etwa bei einem Trägerwechsel – wird der Erlass jedoch wirksam.
Quelle: Ministerium für Soziales und Gesundheit, PM Nr. 105 - 26.07.2010;
PM Nr. 111 - 30.07.2010 Erlass der Ministerin auch für Kindertagespflege empfohlen
Öffentliche Anhörung zur "Bildungskonzeption für 0- bis 10-jährige Kinder in M-V" für den Themenbereich der frühkindlichen Bildung
Der Ausschuss für Bildung, Wissenschaft und Kultur führt am 9. September 2010 eine öffentliche Anhörung zur "Bildungskonzeption für 0- bis 10-jährige Kinder in M-V" für den Themenbereich der frühkindlichen Bildung durch. Die Anhörung findet im Plenarsaal des Schweriner Schlosses statt, Beginn: 9.00 Uhr.
Quelle: Mitteilung des Bildungsausschusses
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder: Zusätzlich 400 Millionen für Qualität der Kinderbetreuung
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder kündigte an, dass der Bund in den nächsten vier Jahren zusätzlich insgesamt rund 400 Millionen Euro in die Qualität der frühkindlichen Bildung investiert. "Die Kita legt den Grundstein dafür, dass Kinder später in der Schule und in der Ausbildung erfolgreich sind. Deshalb werden wir mit einer bundesweiten Initiative dafür sorgen, die Sprach- und Integrationsförderung durch qualifiziertes, zusätzliches Personal in den Kitas zu verbessern", so Kristina Schröder. Die Mittel fließen in 4000 Schwerpunkt-Kitas und sollen vor allem in sozialen Brennpunkten dazu beitragen, faire Chancen für alle Kinder zu schaffen.
Quelle: BMFSFJ, PM Nr. 46/2010 vom 21.07.2010, Thema: Kinder und Jugend
GEW warnt vor Billig-Pädagogik in Kitas
"Weder die Eltern und erst recht nicht die Kinder haben etwas davon, wenn man jetzt hektisch Plätze mit schlecht ausgebildetem Personal schafft [...]", so GEW-Vorstandsmitglied Norbert Hocke, Leiter des Vorstandsbereichs "Jugendhilfe und Sozialarbeit" auf Bundesebene.
Die beste Werbung für den Beruf sei, ihn als pädagogische Profession attraktiv zu machen. Dazu gehöre vor allem auch die Ausbildung an Hochschulen. An den neu eingerichteten Studiengängen für frühkindliche Pädagogik gäbe es Hunderte von Bewerberinnen und Bewerbern. Das Studienangebot müsse weiter ausgebaut werden.
Quelle: GEW Hauptvorstand, PM vom 21. Juli 2010
ESF-Modellprogramm "Mehr Männer in Kitas"
Das Modellprogramm "Mehr Männer in Kitas" des Europäischen Sozialfonds (ESF) hat zum Ziel, durch die Erprobung innovativer Modellprojekte mittel- und langfristig dazu beizutragen, den Anteil von männlichen Erziehern in Kitas auf 20 Prozent zu erhöhen.
Mindestens 10 Modellregionen sollen durch das Bundesfamilienministerium und den Europäischen Sozialfonds gefördert werden. Bewerben können sich Träger oder Trägerverbände von Kindertagesstätten, die überörtlich oder in einer Großstadt arbeiten und deren mitwirkende Kitas über ein pädagogisches Konzept und eine intensive Elternarbeit verfügen. Mindestens 25 Prozent der Einrichtungen sollen einen erhöhten Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund oder aus sozial schwachen Familien aufweisen. Die Auswahl der Träger erfolgt Ende 2010.
Quelle: BMFSFJ, ImFokus Nr. 25 / 20. Juli 2010
Studie: Männliche Fachkräfte in Kitas
Die Studie "Männliche Fachkräfte in Kindertagesstätten" stellt fest, dass Männern die Türen der Kindertageseinrichtungen weit offen stehen. Darin sind sich Träger und Leitungen von Kitas und die Eltern einig. Trotzdem, so die Untersuchung, liegt der Männeranteil an den pädagogischen Fachkräften in Kitas bei 2,4 Prozent. Warum ist das so und wie kann man das ändern? Darauf und auf zahlreiche andere Fragen gibt die Studie interessante Antworten.
Es ist wichtig, dass in der frühkindlichen Erziehung Frauen und Männer gemeinsam arbeiten, und zwar für Jungen ebenso wie Mädchen, denn im frühkindlichen Bereich fehlen moderne männliche Rollenvorbilder und Bezugspersonen für Mädchen und Jungen: Gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen führen häufig zu abwesenden familiären Vorbildern und die vorhandenen familiären Vorbilder müssen nicht unbedingt den Erwartungen an moderne männliche Rollenbilder entsprechen.
Quelle: BMFSFJ, Publikationen
Landtag beschließt Kindertagesförderungsgesetz
In seiner Zweiten Lesung beschloss der Landtag Mecklenburg-Vorpommern den Gesetzentwurf der Landesregierung (LT M-V Drs. 5/3381 v. 14.04.2010) entsprechend der Beschlussempfehlung des Sozialausschusses vom 30.06.2010, LT M-V Drs. 5/3610 anzunehmen.
Sozialministerin Manuela Schwesig sprach von einem guten Tag für das Kinderland Mecklenburg-Vorpommern, denn die Betreuungsqualität in den Einrichtungen werde jetzt weiter steigen. So sollen die Gruppengrößen im Kindergarten von 18 auf 17 Kinder verkleinert und Kitas in sozialen Brennpunkten besonders unterstützt werden. Zudem bekommen die Erzieherinnen mehr Zeit für Vorbereitungen und Elterngespräche.
Quelle: Ministerium für Soziales und Gesundheit, PM Nr. 95 - 08.07.2010
Modellprojekt "Vielfalt für die Kleinsten" möchte ab August 2010 Familienbildung über Angebote in Kitas stärken
In Mecklenburg-Vorpommern sollen mehr Angebote für die jüngsten Bewohner und deren Eltern geschaffen werden. Das Modellprojekt "Vielfalt für die Kleinsten", an dem auch die Länder Berlin und Brandenburg teilnehmen, tritt ab August 2010 in die Phase der praktischen Umsetzung.
Geplant ist, direkt in Kitas Angebote zur Familienbildung zu machen. Eltern, die ihr Kleinkind zu Hause betreuen, können dann regelmäßig Kurse zu verschiedenen Themen besuchen, die sie und somit auch ihren Nachwuchs stark machen.
An dem Projekt beteiligen sich in M-V die Jugendamtsbereiche Uecker-Randow, Müritz, Rügen und Schwerin.
Quelle: Ministerium für Soziales und Gesundheit, PM Nr. 89 - 02.07.2010
Start des Elterntelefons in Mecklenburg-Vorpommern mit "Nummer gegen Kummer" 0800 111 0550
Das bundesweite Elterntelefon kann jetzt auch in Mecklenburg-Vorpommern angerufen werden. Sozialministerin Manuela Schwesig nahm heute in Greifswald das Elterntelefon des Vereins "Nummer gegen Kummer" in Betrieb. "Unter der Rufnummer 0800 111 0550 können Eltern hier kostenlos und anonym Rat und Hilfe in Erziehungsfragen erhalten", sagte die Ministerin in Greifswald. Das regionale Elterntelefon-Angebot wird vom Deutschen Kinderschutzbund betrieben.
Am Elterntelefon können Väter und Mütter über ihre alltäglichen Sorgen, Ängste oder Unsicherheiten im Umgang mit Kindern sprechen und Unterstützung bei der Lösung von Problemen erhalten.
Elterntelefone seien Hilfe zur Selbsthilfe, so Schwesig weiter. Wichtig sei der Hinweis, dass ein Anruf bei der Hotline nichts mit möglichem Versagen bei Erziehungsaufgaben zu tun habe. Es gehe um Hilfe und Unterstützung.
Quelle: Ministerium für Soziales und Gesundheit, PM Nr. 86 - 28.06.2010
Neuer Bildungsbericht mit erschreckendem Befund für Mecklenburg-Vorpommern
Mit "Bildung in Deutschland 2010" wird der dritte Bericht einer unabhängigen Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Auftrag der Kultusministerkonferenz (KMK) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) vorgelegt.
Der Bereich der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung ist in den Seiten 45 bis 60 sowie zahlreichem Datenmaterial in Tabellen abgebildet.
Der erschreckende Befund für Mecklenburg-Vorpommern: "Nirgendwo in Deutschland ist die Quote der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss so hoch wie in Mecklenburg-Vorpommern: Im Jahr 2008 waren es 17,9 Prozent.", so Mathias Brodkorb in der Pressemitteilung vom 15.06.2010.
Bildung beginnt im frühkindlichen Bereich, das heißt ab Kita bzw. ab Geburt. In der Tabelle C3-15web wird der kindbezogene Personalschlüssel in Gruppen mit Kindern im Alter von 3 Jahren bis zum Schuleintritt 2006 bis 2009 nach Ländern dargestellt, wonach Mecklenburg-Vorpommern jährlich das Schlusslicht, 2009 mit einem Mittelwert von 1:13,1 (Vollzeitbeschäftigungsäquivalent zu Ganztagsinanspruchnahmeäquivalente) einnimmt.
Konferenz der Jugend- und Familienminister (JFMK): Akademisierung des Kita-Personals
Die Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder (JFMK) am 17.06./18.06.2010 in Schwerin begrüßte u.a., dass, die Kultusministerkonferenz ein erweitertes Führungszeugnis für Personen fordert, die in Schulen und in kinder- und jugendnahen Einrichtungen arbeiten.
Außerdem hat sich die JFMK für eine bessere staatliche Anerkennung der akademischen Ausbildung des Kita-Personals eingesetzt. Es gebe bereits rund 40 verschiedenen Studiengänge an den Hochschulen. Überwunden werden muss die fehlende Vergleichbarkeit der Abschlüsse, die den Studierenden schadet. Die JFMK hält eine bundeseinheitliche Berufsbezeichnung für notwendig.
Alle Beschlüsse der JFMK 2010 können Sie zukünftig hier einsehen:www.jfmk2010.de.
Quelle: Ministerium für Soziales und Gesundheit, PM Nr. 82 - 18.06.2010
Das Ministerium für Soziales und Gesundheit M-V informiert: Curriculum „Sprachliche Entwicklung von Kindern“
Am 16. Juni 2010 fand im Ministerium für Soziales und Gesundheit M-V eine Informationsveranstaltung zur Qualifizierung von Tagespflegepersonen zum Thema „Sprachliche Entwicklung von Kindern“ statt. Eingeladen waren die für die Kindertagespflege zuständigen Mitarbeiterinnen der Jugendämter, interessierte Weiterbildungsträger des Landes und Interessenvertreter der Tagespflegepersonen.
Da eine alltagsintegrierte Sprachförderung im Bereich der Kindertagespflege von großer Bedeutung ist, hat das Ministerium für Soziales und Gesundheit das Curriculum „Sprachliche Entwicklung von Kindern“ in Auftrag gegeben, das nun modellhaft im Land erprobt werden soll. Das Curriculum orientiert sich inhaltlich an den Modulen der Erzieherfortbildung „Kinder-Sprache stärken“ und hat einen Umfang von insgesamt 84 Stunden. Eine anteilige Kostenbeteiligung des Landes ist vorgesehen.
Interessierte Tagespflegepersonen können sich für weitere Informationen an ihr zuständiges Jugendamt wenden.
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE): "Ein Tag ohne Strom in der Kindertageseinrichtung"
Leuchtpol startet bundesweiten Wettbewerb für Kitas
Die gemeinnützige Leuchtpol GmbH hat es sich zur Aufgabe gemacht, im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ein Zeichen zu setzen und einen bewussten Umgang mit Energie schon bei den Kleinsten zu fördern.
Darum lädt Leuchtpol mit dem bundesweiten Wettbewerb "Ein Tag ohne Strom in der Kindertageseinrichtung" Fachkräfte und Kinder dazu ein, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Der Wettbewerb richtet sich an Erzieherinnen und Erzieher von 3- bis 6-jährigen Kindern.
Einzige Voraussetzung ist, dass der Tag ohne Strom in der Kita während der BNE-Aktionstage der UNESCO vom 17. bis 26. September 2010 stattfindet. Zu gewinnen gibt es attraktive Preise rund um das Themenfeld Energie und Umwelt, wie z.B. einen Energie-Check für die Kitas oder tolle Mitmach-Aktionen für die Kinder.
Bestellung der Wettbewerbsunterlagen: wettbewerb@leuchtpol.de
Einsendeschluss für die Dokumentation: 15. Oktober 2010
Weitere Informationen gibt es unter: www.leuchtpol.de/wettbewerb.
Vereinbarkeit von Privat- und Erwerbsleben – Ideen gesucht
Die Landesregierung will die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Privatleben weiter verbessern. Dafür haben die Ministerin für Soziales und Gesundheit, Manuela Schwesig, und die Parlamentarische Staatssekretärin für Frauen und Gleichstellung, Dr. Margret Seemann, ein Aktionsprogramm ins Leben gerufen, mit dem neue Konzepte und Ideen gesucht werden. Den Startschuss für das neue Aktionsprogramm geben Sozialministerin Schwesig und die Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Seemann am 19. Juli 2010 um 15:00 Uhr in Schwerin. Das Kompetenzzentrum Vereinbarkeit Leben in Mecklenburg-Vorpommern (KVL.MV) fungiert als Regiestelle und Sekretariat.
Quelle: Pressemitteilung vom 15.06.2010
Start der "Bildungskonzeption für 0- bis 10-jährige Kinder in Mecklenburg-Vorpommern" zum 1. September 2010
Zum 1. September 2010 wird verbindlich die "Bildungskonzeption für 0- bis 10-jährige Kinder in Mecklenburg-Vorpommern" als Gesamtkonzeption sowohl in den Kindertageseinrichtungen als auch in der Kindertagespflege eingeführt.
Quelle: Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur, PM "Bildung für alle von Anfang an! – Bildungskonzeption für 0-10-Jährige startet" Nr. 105-10 vom 14.06.2010
Start von "AbKita" für Kinder, Eltern, Fachkräfte und Wirtschaft
Eltern und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW M-V) gaben am Weltkindertag den Start des überparteilichen Aktionsbündnisses Kita in Mecklenburg-Vorpommern, kurz "AbKita" bekannt.
"AbKita" ist ein Zusammenschluss von verschiedenen Organisationen und Einzelpersonen unter Federführung des Elternbundes M-V und der Bildungsgewerkschaft GEW M-V. Das Aktionsbündnis wird aktuell unterstützt von Spitzenverbänden der freien Wohlfahrtspflege in M-V. Weitere Organisationen, Kita-Elterräte, Kommunen des Landes, Firmen und engagierte Einzelpersonen sind als Teil einer breiten Bürgerbewegung willkommen und können sich unter: info@elternbund-mv.de melden.
"AbKita" setzt sich für Kinder und ihre Familien in M-V sowie für die Fachkräfte von Kitas und die Wirtschaft ein.
Ziel des Aktionsbündnisses ist es, mehr Bildungsqualität für alle Kinder in Kitas und in der Kindertagespflege in M-V durch die schrittweise Verbesserung der Rahmenbedingungen zu erreichen.
Weitere Informationen, z.B. zu den Forderungen, Aktionen und Ansprechpartnern von "AbKita" finden Sie unter: www.abkita.de.
Pressemitteilung vom 01.06.2010
Meldung MVregio, Linksfraktion und mv-schlagzeilen.de
Landesregierung M-V beschloss neues KiföG M-V
Nach der zweiten Lesung im Kabinett beschloss die Landesregierung das neue KiföG M-V. Am 13.04.2010 stellten Sozialministerin Manuela Schwesig und Bildungsminister Henry Tesch das Kindertagesförderungsgesetz vor.
Henry Tesch hob zur Bildungskonzeption u.a. hervor: "[...] Immerhin ist die Bildungskonzeption verbindlich in Paragraph 1 des neuen Kindertagesförderungsgesetzes festgeschrieben. Das heißt, Leistungsvereinbarungen zwischen Einrichtungsträgern und örtlichen Jugendhilfeträgern werden künftig nur auf der Basis der Bildungskonzeption des Landes abgeschlossen." Die Bildungskonzeption wird ab dem Schuljahr 2011/2012 flächendeckend eingeführt.
In der Pressemitteilung heißt es auch: Kitas in einem schwierigen Umfeld sollen künftig besser ausgestattet werden, um in kleineren Gruppen die Kinder individueller betreuen zu können. Für diese Bereiche investiere das Land zusätzlich 10 Millionen Euro.
Manuela Schwesig äußert sich zur Forderung nach kleineren Gruppen u.a.: "In allen Kitas wird sich die Fachkraft-Kind-Relation durch die Erhöhung der Vor- und Nachbereitungszeiten verbessern. In Kitas mit vielen Kindern aus sozial schwachen Familien helfen wir außerdem mit zusätzlichem Personal. [...]"
Der Gesetzentwurf wird jetzt dem Landtag zugeleitet.
Interview mit Sozialministerin Manuela Schwesig zur Novellierung
Manuela Schwesig (SPD), Ministerin für Soziales und Gesundheit des Landes Mecklenburg-Vorpommern, plant die Novellierung des Kindertagesförderungsgesetzes, kurz KiföG M-V. Nach dem Entwurf des Ressorts, der Anhörung der Verbände und der Abstimmung mit dem Koalitionspartner CDU wird ein entsprechender Gesetzentwurf im April im Landtag eingereicht.
Michaela Skott, Redakteurin des Mitgliedermagazins der Bildungsgewerkschaft M-V "Erziehung und Wissenschaft plus", sprach dazu mit der Ministerin über die Gesetzesnovelle.
Hier finden Sie das gesamte Interview. In Auszügen ist es in dem Mitgliedermagazin "E&Wplus", Ausgabe April 2010 veröffentlicht.
Bundesregierung gab Antwort
Für Städte und Gemeinden stellt die Bereitstellung einer ausreichenden und qualitativ hochwertigen Kinderbetreuung einen wichtigen Baustein für die Bewältigung der Herausforderungen des wirtschaftlichen und demografischen Wandels dar.
Die kommunalen Spitzenverbände beklagen aber eine finanzielle Unterdeckung. Die Wirtschaftskrise verbunden mit den einbrechenden Gewerbesteuern und weiteren Einnahmeausfällen aufgrund des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes und steigender sozialer Ausgaben haben für viele Kommunen die Haushaltslage noch einmal verschärft. Angesichts ihrer finanziellen Situation ist für viele Kommunen der quantitative und qualitative Ausbau der Kindertagesbetreuung kaum möglich.
Abgeordnete des Bundestages und die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN richteten daher z.B. folgende Fragen an die Bundesregierung:
- Plant die Bundesregierung angesichts des von ihr selbst kostatierten nicht hinreichenden Mittelabrufs der Kommunen Maßnahmen, um diese Engstelle zu beheben?
- Wird die Bundesregierung vor dem Hintergrund der mangelnden Finanzierung des Kindertagesstättenausbaus den Finanzierungsanteil des Bundes aufstocken?
- Welche Maßnahmen plant die Bundesregierung, um dem drohenden Mangel an qualifiziertem Personal für die Kindertagesbetreuung entgegenzuwirken?
- Mit welchen Kosten rechnet die Bundesregierung für die Kommunen für die Qualifizierung der Tagespflegepersonen?
Alle Fragen und die Antwort der Bundesregierung sind in der Drucksache des Deutschen Bundestages 17/895 vom 03.03.2010 enthalten.
Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) zum Ausbau der Kindertagesbetreuung für Kleinkinder
Jeder geschaffener Platz muss auch ein guter Platz sein!
Der Vorstand der AGJ weist in seiner Stellungnahme zum Ausbau der Kindertagesbetreuung darauf hin, dass jeder Versuch, die Qualitätsfrage von der Ausbaufrage abzutrennen, das verfolgte Ziel gefährdet und damit im Grunde den Ausbau selbst in Frage stellt.
"Jedes Kind braucht von Geburt an die realistische Chance auf eine optimale Förderung seiner individuellen und sozialen Entwicklung."
Quelle: Pressemeldung Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ); Berlin, 25. März 2010
Tagesmütter von M-V im Gespräch mit Manuela Schwesig, Ministerin für Soziales und Gesundheit M-V
Vertreterinnen von Kindertagespflegepersonen aus den Regionalgruppen Neubrandenburg, Mecklenburg-Strelitz und Demmin gaben Anfang März 2010 eine kritische Stellungnahme zur Novelle des KiföG M-V ab. Ministerin Manuela Schwesig stellte zum Teil Nachbesserungen in Aussicht.
Für das Anliegen der Tagesmütter, eine gerechtere Entlohnung durchzusetzen, fehle aber eine landesweit einheitliche Finanzierungsregelung. Die Tagesmütter fühlen sich darum chancenlos, gegenüber Jugendämtern ihr Recht auf Kostenerstattung durchzusetzen. Das Ministerium versprach zu prüfen, "ob wir die einheitliche Rahmenbedingung mit in den Gesetzentwurf aufnehmen und ihn so dem Landtag zuleiten".
Die Tagesmütter erhielten den Rat, Kontakt zum Städte- und Gemeindetag zu suchen, der u.a. an Verhandlungen über Kita-Kosten mitwirkt. Für eine bessere Verhandlungsbasis mit den Jugendämtern sei zudem ein Zusammenschluss zu einem Verband oder einer Gewerkschaft der Tagespflegepersonen der richtige Weg.
Quelle: SVZ, 20. März 2010
Statistisches Amt M-V zur Kindertagesbetreuung 2009: deutlicher Anstieg bei den unter 3-Jährigen und bei Kindern im Alter von 3 bis 6 Jahre nahezu flächendeckend ausgebaut
Nach Feststellung des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern ist die Kindertagesbetreuung im Jahr 2009 bei den unter 3-Jährigen deutlich angestiegen. Die 1.496 Tagesmütter und 23 Tagesväter betreuten insgesamt 5.233 Mädchen und Jungen in öffentlich geförderter Kindertagespflege, davon 4.514 Kinder unter 3 Jahre. Der Anteil der in Tagespflegestellen betreuten Kinder unter 3 Jahre betrug 24 Prozent. Insgesamt befanden sich 19.038 Mädchen und Jungen unter 3 Jahre in öffentlich geförderter Kindertagesbetreuung. Das sind 2.118 Kinder mehr als im Jahr 2008, ein Plus von 12,5 Prozent. Damit liegt die Betreuungsquote bei den unter 3-jährigen Kindern in Mecklenburg-Vorpommern bei 49,6 Prozent.
In der Altersgruppe der 3- bis unter 6-Jährigen hat sich demgegenüber die Zahl der betreuten Kinder seit dem vergangenen Jahr nur noch wenig erhöht, da mit einer Quote von 95,1 Prozent bereits eine nahezu flächendeckende Kindertagesbetreuung erreicht ist. Insgesamt 35.337 Mädchen und Jungen in diesem Alter besuchten eine Kindertageseinrichtung und nur 596 Kinder eine Kindertagespflegestelle.
Quelle: www.statistik-mv.de, abgerufen am 7. März 2010


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