Artikel 2007
Hier finden Sie alle interessanten Artikel des Kita-Portals aus dem Jahr 2007.
Zahl der betreuten Kleinkinder in M-V gestiegen
Die Zahl der betreuten Kleinkinder in M-V ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2007 gestiegen. Es wurden 16.737 Kinder unter drei Jahren von Tageseltern oder Kitas betreut, wie das Amt in Wiesbaden mitteilte. Das sind 1,4% mehr als im Vorjahr. Demnach stieg die Betreuungsquote im Land um einen Prozentpunkt und liegt bei 44,1%. Insgesamt nahm die Zahl der betreuten Kleinkinder in den neuen Bundesländern um drei Prozent auf 120 200 Kinder zu. Damit gehen 41% des Nachwuchses in Kitas oder zu Tageseltern.
Schwerin/ Wiesbaden 20. Dezember 2007
Kita-Tag der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Am Kita-Tag - einer Fortbildungsveranstaltung der GEW - in der Seeblick-Schule Wendorf (Wismar) sprach Sozialminister Erwin Sellering den Erziehern und Erzieherinnen seinen Respekt aus. Er betonte die wichtige Arbeit, die diese Berufsgruppe ausübe und verwies in seinem Grußwort auf die immer weiter wachsende Bedeutung der Vorschulpädagogik. Gerade bei Risikofamilien müssen Defizite durch das Engagement von ErzieherInnen ausgeglichen werden, damit diese Kinder die gleichen Chancen hätten. Auch stellte der Sozialminister fest, dass es eine Kluft gäbe zwischen dem gesellschaftlichen Anspruch an die Arbeit der ErzieherInnen zum einen und deren Vergütung zum anderen. Dieses wirke sich seiner Ansicht auch darauf aus, dass zu wenig männliche Fachkräfte in den Kitas zu finden seien. Auch die gastgebende GEW-Landesvorsitzende Annett Lindner griff dieses Thema auf. Sie bemängelte die Lohndumping-Politik einiger privater Träger. Weiterhin verwies sie auf die Notwendigkeit, die Ausbildung der Erzieher zu verbessern. International seien Hochschulausbildungen üblich, die dann natürlich auch mit anderen Vergütungsgruppen einhergingen.
zusammengefasst aus Ostsee-Zeitung vom 5. Dezember 2007
M-V vereinbart Beruf und Familie am besten
Mecklenburg-Vorpommern liegt im bundesweiten Ländervergleich, dessen Ergebnisse im Familienatlas 2007 nachzulesen sind, bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf an der Spitze. Berücksichtigt wurden
- die Chancengleichheit von Frauen und Männern am Arbeitsplatz
- die Betreuungsquote für unter Dreijährige
- der Anteil von Kindern unter sechs Jahren.
Mit Schwerin, Greifswald, Neubrandenburg und Rostock liegen vier Kommunen aus dem Nordosten unter den besten sechs Städten und Kreisen in Deutschland.
Nach der Studie zur Familienfreundlichkeit von Kommunen liegt Schwerin auf Platz 1. Sie bleibt aber bei Freizeitangeboten für Familien, der Wohnsituation, Bildung und Ausbildung, wie ganz M-V, im Bundesvergleich zurück.
aus: Ostsee-Zeitung vom 05. Oktober 2007
Präventionstraining soll Kinder vor Gewalt schützen
Mit einem speziellen Präventionstraining will die Karateabteilung des Polizeisportvereins in Güstrow Kinder vor Gewalt schützen. Rund 450 Kinder aus Vor- und Grundschulen nehmen in diesem Jahr daran teil, wie der Trainer Thomas Daniels sagte. „Ich will in erster Linie Verhaltensmuster mit den Kindern einstudieren", so Daniels. Dazu gehöre etwa, Fremden nicht den eigenen Namen zu nennen und misstrauisch bei besonderen Lockangeboten zu sein. Auch Selbstverteidigungstricks lernen die Kinder. Die Nachfrage sei deutlich größer, als das mögliche Angebot der Karateabteilung. Nun werden andere Vereine und Institutionen gesucht, die sich am Präventionstraining für Kinder beteiligen.
aus: Ostsee-Zeitung vom 24. Oktober 2007
Landespolitik will Unterstützung von Kindern und Familien weiter ausbauen
Familienpolitik und insbesondere das Thema Kinderbetreuung gehören zur Zeit zu den am meisten diskutierten Themen in Mecklenburg-Vorpommern. Sozialminister Erwin Sellering hat sich das Ziel gesetzt, Mecklenburg-Vorpommern zum familienfreundlichsten Bundesland zu machen. Mit der Unterstützung des Kita-Mittagessens für Kinder aus einkommensschwachen Familien und der Entlastung des letzten Kita-Jahres für Eltern (ab 1. September 2008) sind nur zwei Maßnahmen genannt, mit der die Landesregierung Familien entlasten will.
Daneben stehen dem Land zusätzliche 39 Mill. Euro vom Bund in diesem und in den nächsten fünf Jahren für den Ausbau der Kinderkrippen zur Verfügung.
Dieses und weitere Gesichtspunkte (Unzufriedenheit mit der Entwicklung der Elternbeiträge, Qualitätssicherung, Personalbedarf – und Qualifizierung etc.) führen nun dazu, dass das KiföG M-V novelliert werden muss. Oberstes Ziel ist es, die Kinderbetreuung im Land durch die Gesetzesänderung, die spätestens 2009 abgeschlossen sein soll, vor allem qualitativ zu verbessern. Aspekte, die dabei realisiert werden sollen sind u. a. das Personal in den Kitas zu verstärken, besser auszubilden und zu entlohnen. Des Weiteren sollen bei der Kinderbetreuung in den Kitas künftig verstärkt auch Männer einbezogen werden und die Vorschuluntersuchung ein bis zwei Jahre vor Schulbeginn verbindlich werden, äußerte der Sozialminister.
Sicher ist, dass der Erzieherberuf in Mecklenburg-Vorpommern spätestens in fünf Jahren vor einem immensen Nachwuchsproblem steht: 30 Prozent der Erzieherinnen in M-V sind heute älter als 50 Jahre. In einigen Einrichtungen ist der Fachkräftemangel bereits schon jetzt zu spüren. Die Verbesserung des Erzieher-Kind-Schlüssels, eine bessere Entlohnung und einheitliche Beschäftigungsbedingungen für alle Erzieher im Land wären weitere Eckpunkte, die bei der Novellierung des KiföG M-V berücksichtigt werden sollten.
aus: Ostsee-Zeitung vom 18. Juni 2007


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